Wasser im Fußraum

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Auffangen des Wassers

Wenn der Teppich unter den eventuell vorhandenen Fußmatten feucht oder sogar naß ist, fällt das oft nicht gleich auf. Manchmal beginnt sogar schon das Bodenblech zu rosten.
Gründe für den Wassereintritt gibt es viele:
So kann zum Beispiel die A-Säule unter dem Dichtgummmi der Windschutzscheibe durchgerostet sein. Das eindringende und sich ansammelnde Wasser ist dann meist etwas rostig.
Oder die Verklebung der Windschutzscheibe hat sich stellenweise gelöst. Dann ist das Wasser eher klar.

Schon häufiger wird der Fuß der Dach-Antenne als Grund des Wassereintritts genannt. Die Gummidichtung wird mit der Zeit spröde und das Wasser sammelt sich dann zuerst in der Konsole der Innenbeleuchtung über dem Rückspiegel. Beim Fahren läuft es dann in den Innenrahmen der Windschutzscheibe und von da nach unten - in den Fußraum. Auch hier ist das Wasser eher klar.

Zuweilen kommt das Wasser auch durch die Tür:
Ist die Fensterdichtung spröde und dichtet nicht mehr, dann kann Wasser in der Türverkleidung herunter laufen und auf den Teppich gelangen. Oder die umlaufende Gummidichtung der Tür ist verschlissen und lässt Wasser durch...

Eine besonders hinterlistige Quelle ist nachfolgend beschrieben:
Das Wasser hatte sich schon literweise auf der Fahrerseite vorne angesammelt und die Dämm-Matte unter dem Teppich verrotten lassen. Zum Glück gab es aber noch keinen Rost. Die Suche nach der Eintrittstelle erforderte das großzügige Entfernen des nassen Teppichs. Dann konnte auch gleich die verrottete Dämm-Matte entfernt werden. Dazu wurde der Teppich ungefähr mittig unter dem Fahrersitz aufgeschnitten und nach rechts geklappt. Auf das freigelegte Blech unter den Pedalen und der Türöffnung links unter der A-Säule wurde Babypuder aufgetragen. Dann wurde die Tür geschlossen und das linke Dach, die Gummidichtung um die Windschutzscheibe, die Blende unter der Scheibe und der entsprechende Bereich der Motorhaube mit der Gießkanne gegossen.
Kurz darauf zeigte sich schon die Quelle: Genau in der Kante von der Blechwand zum Motorraum und dem Blech der Türöffnung links unter der A-Säule rann das Wasser herunter. In diese Kante habe ich nun ein zum Winkel geformtes Stück Alu-Folie mit MS-Polymer-Kleber geklebt. Dieses soll das Wasser wie ein Trichter in eine darunter gestellte Dose leiten. Zum Schutz des Ganzen wurde noch ein Blech diagonal darüber geklebt und der Teppich wieder zurück geschlagen. Die Dämm-Matte wurde zurch eine zurecht geschnittene Camping-Isomatte ersetzt. Nun war ein Weiterfahren möglich und das Wasser konnte gezielt mit der Dose aufgefangen werden. Einmal Waschanlage und einige Tage Regen und viele Gießkannen später war klar, dass der Wassereintritt wirklich "nur" im Zwickel statt fand.

Blechzwickel


Gezielte Wassergüsse mit der Gießkanne an die üblichen, o.a. Verdachtstellen ergaben kein klares Bild. Mit einer Spritzflasche ging dann die Suche unter der Motorhaube weiter. Immer schön die Stellen von unten nach oben aussuchen, anpinkeln, warten, Dose kontrollieren. Nach einigem Probieren war klar, dass nur Wasser nach innen drang, das in den Zwickel der Bleche zwischen Auffangwanne unter den Scheibenwischern und dem Blech zum Kotflügel hin eingespritzt wurde. In der Nähe ist auch das Scharnier der Haube. Diese Öffnung ist vom Radkasten her zugänglich, wenn man den Kunststoff-Radlauf (die Abdeckung im Kotflügel) löst. Es reicht, wenn man den Befestigungsclip an der Türseite unten löst und dann die Verkleidung nach innen/vorne drückt.

Undichte Kabeldurchführung




In der Abbildung der undichten Kabeldurchführung ist mit dem oberen Pfeil der Lichschein gekennzeichnet, der durch diesen Blechzwickel fällt. Wasser, das durch diesen Zwickel nach unten läuft, wird bei geringer Menge durch die Bördelung (unterer Pfeil) von der Kabedurchführung weggeleitet. Kommt mehr Wasser von oben, läuft es über die Bördelung an die Kabeldurchführung. Deren Dichtung erfüllte aber nach all den Jahren ihren Zweck nicht mehr: Das bisschen Wasser, das sich zwischen Bördel und Kuststoffteil sammelt, sickert durch die Dichtung nach innen...


Abhilfe bringt das Abdichten des Blechzwickels am Haubenscharnier. Nun kann kein Wasser mehr nach unten auf Kabeldurchführung gelangen!